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Wer demente Angehörige in seiner Familie hat, wird früher oder später mit der so genannten Weglauftendenz konfrontiert. Die Personen verlassen Wohnung, Seniorenheim oder Krankenhaus, zum Beispiel um Orte ihrer Vergangenheit aufzusuchen. Wenn ihr Verschwinden bemerkt wird, sind sie oft schon weite Strecken gelaufen und häufig verkühlt und dehydriert, manchmal sogar verunglückt.
Doch das Absperren von Wohnungen und Altenheimen kann keine Alternative sein, einerseits aus ethischen Gründen, andererseits auch, weil der Kontakt mit der Außenwelt beispielsweise beim (betreuten) Spazierengehen oder dem Aufenthalt im Garten der Verfassung von Demenzkranken sehr zuträglich sein kann.
So ist es wichtig, frühzeitig zu erkennen, wenn sich eine demente Person "auf den Weg" macht. Dank des Ortungssystems GPS und der Mobilfunk-Technologie lassen sich die hilflose Menschen schnell lokalisieren und wiederfinden.

Ortung bis auf fünf Meter genau mit GPS

Dank GPS werden die Koordinaten exakt ermittelt und per Mobilfunk übertragen. Für die Karten-Darstellung nutzt der Hersteller Google Maps. So lassen sich auf dem Web-Portal von EMO Telematik sowohl die aktuelle Position des Geräts als auch die Positionen der letzten 90 Tage anzeigen. Man kann also jederzeit erfassen, wo die Person, die das Gerät bei sich trägt, gewesen ist. Interessant ist die Möglichkeit, sogenannte "geschützte Zonen" einzurichten. Angehörige oder Betreuer legen auf der Karte im Web-Portal einen oder mehrere Bereiche fest, den die betreffende Person betreten darf. Dies können beispielsweise das Altenheim und der Park in der Nähe sein. Verlässt die Person und mit ihr das Gerät die sichere Zone, wird eine Alarmmeldung verschickt. So werden Pflegedienst oder Angehörige informiert, können den Demenz-Patienten aufsuchen und wieder in eine sichere Umgebung zurückführen.

Vor- und Nachteile der GPS-Ortung
Die ständige Überwachung eines Angehörigen kann ein beklemmendes Szenario sein, aber es stellt sich die Frage nach der Alternative. Werden demente Patienten häufiger von der Polizei zurückgebracht, müssen sich pflegende Angehörige oder Seniorenheim zum Schutz des Demenz-Kranken geeignete Maßnahmen überlegen, um das Weglaufen zu verhindern. Die Technik überzeugt, doch ohne Zutun der Patienten, der Familienangehörigen und des Pflegepersonals geht nichts: Die Patientin oder der Patient muss das GPS Ortungsmodul ständig bei sich tragen, denn auch nachts stehen demente Personen auf und verlassen das Heim.

Deutsche Demenz
-Sicherheitstechnik für Senioren-